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Mehr InformationenDie Ablatio retinae, auch Netzhautablösung genannt, ist eine schwerwiegende Erkrankung des Auges, bei der sich die Netzhaut von ihrer Unterlage, dem retinalen Pigmentepithel, ablöst. Diese Erkrankung stellt einen augenmedizinischen Notfall dar, der unbehandelt zur Erblindung des betroffenen Auges führen kann. Im Folgenden erläutern wir detailliert die Ursachen, Symptome, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten dieser Erkrankung.
Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine progressive Erkrankung der Netzhaut, die den zentralen Bereich der Retina, die Makula, betrifft. Sie stellt in Industrieländern die häufigste Ursache für schwere Sehbehinderung bei Menschen über 50 Jahren dar. Die AMD führt zu einer fortschreitenden Verschlechterung der zentralen Sehschärfe, während das periphere Sehen meist erhalten bleibt. Die Erkrankung beeinträchtigt somit alltägliche Aktivitäten wie Lesen, Gesichtererkennung und Autofahren erheblich, während die Orientierungsfähigkeit im Raum oft relativ gut erhalten bleibt.
Die Anti-VEGF-Therapie (Anti-Vascular Endothelial Growth Factor) ist ein medikamentöses Behandlungsverfahren in der Augenheilkunde, das auf die Hemmung des Gefäßwachstumsfaktors VEGF abzielt. VEGF ist ein Signalprotein, das die Neubildung von Blutgefäßen (Angiogenese) stimuliert und die Gefäßpermeabilität erhöht. Bei verschiedenen Netzhauterkrankungen kommt es zu einer Überexpression von VEGF, die zur pathologischen Gefäßneubildung und erhöhten Gefäßdurchlässigkeit führt. Durch die intravitreale Injektion von Anti-VEGF-Medikamenten wird dieser pathologische Prozess gehemmt, was zu einer Stabilisierung oder sogar Verbesserung der Sehfunktion führen kann.
Blepharitis ist eine häufige, chronische Entzündung der Augenlider, die sowohl den vorderen als auch den hinteren Lidrand betreffen kann. Diese Erkrankung gehört zu den am häufigsten diagnostizierten Augenleiden in der augenärztlichen Praxis und kann Patienten aller Altersgruppen betreffen, tritt jedoch vermehrt bei älteren Erwachsenen auf. Die Blepharitis ist charakterisiert durch eine Entzündung der Haarfollikel der Wimpern und der assoziierten Talgdrüsen, was zu einer Vielzahl von Symptomen führt, die von leichten Beschwerden bis hin zu erheblichen Beeinträchtigungen des täglichen Lebens reichen können.
Die Blepharitis ulcerosa (auch als ulzerative Blepharitis bezeichnet) ist eine schwerwiegende Entzündung der Lidränder, charakterisiert durch die Bildung von Ulzerationen, Krusten und in fortgeschrittenen Fällen durch Narbenbildung. Sie stellt eine spezifische Form der anterioren Blepharitis dar und ist von den seborrhoischen Formen klinisch und ätiologisch zu unterscheiden. Die Erkrankung manifestiert sich primär an den vorderen Lidrandstrukturen und den Wimpernfollikeln, kann jedoch auf tieferliegende Strukturen übergreifen.
Im Gegensatz zur Blepharitis seborrhoica oder Blepharitis squamosa, die durch Schuppenbildung und Irritation gekennzeichnet sind, weist die ulzeröse Form charakteristische Gewebsdestruktionen auf. In der klinischen Praxis wird sie häufig dem Formenkreis der Blepharitis staph(ylococc)ica zugeordnet, insbesondere wenn Staphylococcus aureus als ursächlicher Erreger nachgewiesen werden kann.
Die Blepharo-Konjunktivitis (auch Blepharokonjunktivitis) bezeichnet ein Krankheitsbild, das durch die gleichzeitige Entzündung der Augenlider (Blepharitis) und der Bindehaut (Konjunktivitis) gekennzeichnet ist. Es handelt sich um eine häufige ophthalmologische Erkrankung, die sowohl akut als auch chronisch verlaufen kann und verschiedene Ursachen haben kann. Die Erkrankung betrifft Patienten jeden Alters, tritt jedoch vermehrt im mittleren und höheren Lebensalter auf.
Blepharochalasis ist eine seltene, chronisch-entzündliche Erkrankung der Augenlider, die durch wiederkehrende Episoden von schmerzloser Lidschwellung gekennzeichnet ist. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus "blepharon" (Augenlid) und "chalasis" (Erschlaffung). Diese Erkrankung führt zu einer progressiven Ausdünnung und Erschlaffung der Lidhaut, wodurch charakteristische morphologische Veränderungen entstehen.
Ein Chalazion (Plural: Chalazien; vom griechischen χαλάζιον = "kleines Hagelkorn") ist eine chronische, granulomatöse Entzündung einer Meibom-Drüse im Augenlid. Im Gegensatz zum akuten Hordeolum (Gerstenkorn) entwickelt sich das Chalazion langsamer und ist in der Regel nicht bakteriell bedingt. Es zeigt sich als schmerzlose, knotige Verdickung im Ober- oder Unterlid und kann sowohl Erwachsene als auch Kinder betreffen. Die Prävalenz von Chalazien in der Allgemeinbevölkerung liegt bei etwa 0,2-5,9%, wobei Patienten mit bestimmten Grunderkrankungen wie Rosazea, Seborrhoisches Ekzem oder Blepharitis häufiger betroffen sind.
Die chorioidale Neovaskularisation (CNV) ist ein pathologischer Prozess, bei dem es zur Bildung neuer, abnormaler Blutgefäße aus der Aderhaut (Choroidea) kommt, die durch die Bruch-Membran in den subretinalen Raum oder das retinale Pigmentepithel (RPE) einwachsen. Diese Gefäßneubildung stellt einen der wichtigsten pathophysiologischen Mechanismen verschiedener Netzhauterkrankungen dar und ist hauptverantwortlich für schwere Sehbeeinträchtigungen bei Patienten mit altersbedingter Makuladegeneration (AMD) und anderen chorioidalen Erkrankungen.
Die Cornea, auch Hornhaut genannt, ist die transparente, avaskuläre Vorderfläche des Auges und stellt den vorderen Abschnitt der äußeren Augenhaut dar. Sie bildet zusammen mit der Sklera die äußere Schicht des Bulbus oculi und fungiert als wichtigste brechende Struktur des visuellen Systems. Mit einer Brechkraft von etwa 40-44 Dioptrien trägt die Cornea maßgeblich zur Gesamtbrechkraft des Auges bei und ist für die Fokussierung des Lichts auf die Netzhaut verantwortlich.
Crosslinking, auch bekannt als Kollagen-Crosslinking oder Hornhaut-Crosslinking, ist ein innovatives ophthalmologisches Verfahren, das in der modernen Augenheilkunde zur Behandlung von Hornhauterkrankungen eingesetzt wird. Der Begriff leitet sich aus dem Englischen ab und bedeutet wörtlich "Quervernetzung". Bei diesem Verfahren werden die Kollagenfasern in der Hornhaut durch photochemische Reaktionen miteinander vernetzt, wodurch die biomechanische Stabilität der Hornhaut erhöht wird.
Diabetes mellitus, umgangssprachlich als Zuckerkrankheit bezeichnet, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch erhöhte Blutzuckerwerte gekennzeichnet ist. Für Augenärzte stellt die Betreuung von Diabetikern einen bedeutenden Teil ihrer täglichen Praxis dar, da die Erkrankung schwerwiegende Auswirkungen auf verschiedene Strukturen des Auges haben kann.
Die diabetische Retinopathie ist eine Augenerkrankung, bei der chronisch erhöhte Blutzuckerwerte die mikroskopisch kleinen Blutgefäße der Netzhaut (Retina) schädigen. Diese Mikroangiopathie führt zu strukturellen Veränderungen der Netzhautgefäße, die das Sehvermögen erheblich beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zur Erblindung führen können.
Dioptrie (Abkürzung: dpt) ist die Maßeinheit für die Brechkraft optischer Systeme wie Brillengläsern, Kontaktlinsen oder dem menschlichen Auge. Sie gibt an, wie stark eine Linse Lichtstrahlen bündeln oder streuen muss, um eine Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Ein normalsichtiges Auge besitzt eine Gesamtbrechkraft von etwa 59 bis 65 Dioptrien. Negative Dioptrienwerte kennzeichnen eine Kurzsichtigkeit, positive Werte eine Weitsichtigkeit. Ab einem Wert von 0,5 dpt ist eine Sehhilfe sinnvoll, ab 5 dpt spricht man von einer starken Fehlsichtigkeit.
Drusen sind gelbliche Ablagerungen unter der Netzhaut, die vor allem mit zunehmendem Alter auftreten. Sie bestehen hauptsächlich aus Stoffwechselprodukten wie Lipiden und Proteinen. Die meisten Menschen über 60 Jahre haben kleine Drusen, die häufig keine Beschwerden verursachen. Größere oder zahlreiche Drusen können jedoch ein Frühzeichen der altersbedingten Makuladegeneration sein. Eine regelmäßige augenärztliche Kontrolle ist wichtig, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen. Seit November 2024 steht mit der Photobiomodulation erstmals eine von der FDA zugelassene Behandlung zur Verfügung, die das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen kann.
Das Ektropium ist eine Fehlstellung des Augenlids, bei der sich das Lid vom Augapfel wegdreht und nach außen stülpt. In den meisten Fällen ist das Unterlid betroffen, seltener das Oberlid. Es gibt verschiedene Ursachen für diese Lidfehlstellung, wie zum Beispiel eine Erschlaffung der Lidkante aufgrund des Alterungsprozesses, Verschiebungen der Lidmuskulatur oder Narbenzug nach Verletzungen oder Operationen im Augenbereich.
Endophthalmitis ist ein augenärztlicher Notfall. Diese seltene, aber schwerwiegende Infektion des Augeninneren kann innerhalb weniger Stunden zu dauerhafter Erblindung führen, wenn sie nicht sofort behandelt wird. Die häufigsten Ursachen sind Komplikationen nach Augenoperationen oder penetrierende Augenverletzungen. Bei starken Augenschmerzen, plötzlicher Sehverschlechterung und Rötung nach einer Augenoperation oder Verletzung ist eine sofortige augenärztliche Notfallbehandlung erforderlich.
Die Endothelschicht ist die innerste Zellschicht der Hornhaut und fungiert als lebenswichtige Pumpe für klares Sehen. Diese nur eine Zelllage dicke Schicht reguliert den Wassergehalt der Hornhaut und sorgt für deren Transparenz. Besonders kritisch: Endothelzellen können sich nicht regenerieren. Bei Geburt besitzen wir etwa 3.000 bis 5.000 Zellen pro Quadratmillimeter, die im Laufe des Lebens kontinuierlich abnehmen. Erst bei einem Verlust von über 90 Prozent der Zellen drohen ernsthafte Sehprobleme. Moderne Diagnoseverfahren ermöglichen eine präzise Überwachung dieser wichtigen Zellschicht.
Ein Entropium bezeichnet die Einwärtsdrehung des Lidrandes, wobei die normalerweise nach außen gerichteten Wimpern nun Kontakt zur Augenoberfläche haben. Diese anatomische Fehlstellung kann sowohl am Ober- als auch am Unterlid auftreten, betrifft jedoch deutlich häufiger das Unterlid. Der ständige mechanische Reiz durch die nach innen gedrehten Wimpern kann zu chronischen Entzündungen, Hornhautschäden und im schlimmsten Fall zu dauerhaften Sehbeeinträchtigungen führen.
Die epiretinale Gliose, auch als Makulapucker bekannt, ist eine Augenerkrankung, bei der sich eine feine Membran auf der Netzhautmitte bildet und diese in Falten zieht. Diese Erkrankung tritt hauptsächlich ab dem 50. Lebensjahr auf und betrifft besonders häufig Menschen über 75 Jahre. Während viele Betroffene zunächst keine Symptome bemerken, kann es im Verlauf zu verzerrtem Sehen und einer Abnahme der Sehschärfe kommen. Die gute Nachricht: Eine epiretinale Gliose ist nicht gefährlich für das Auge und kann heute mit modernen mikrochirurgischen Verfahren erfolgreich behandelt werden, wenn Beschwerden auftreten.
Bei der Episkleritis handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Episklera, einer dünnen, stark durchbluteten Bindegewebsschicht, die zwischen der äußeren Lederhaut (Sklera) und der Bindehaut (Konjunktiva) des Auges liegt. Die Erkrankung zeigt sich durch eine charakteristische, meist auf einen bestimmten Bereich begrenzte Rötung des Auges und verläuft in den meisten Fällen harmlos.
Die Femto LASIK gilt heute als Goldstandard der refraktiven Chirurgie und bietet Patienten die sicherste und präziseste Methode zur Korrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Als moderne Weiterentwicklung der bewährten LASIK-Methode kombiniert sie bewährte Chirurgie-Prinzipien mit modernster Femtosekundenlaser-Technologie. Über 95% der Patienten erreichen nach dem Eingriff eine Sehschärfe von 100% oder besser, was ein Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen ermöglicht.
Bei der Fluoreszenzangiographie handelt es sich um eine Kontrastmitteldarstellung der Strukturen des Augenhintergrundes, wobei insbesondere das Gefäßsystem beurteilt werden kann. Als Kontrastmittel wird ein Farbstoff - das Fluoreszein - verwendet, der lichtempfindlich ist und die Eigenschaft besitzt, bei Beleuchtung mit einem speziellen Laser zu fluoreszieren, das heißt Licht auszusenden.
Die Frühgeborenenretinopathie ist eine ernsthafte Augenerkrankung, die ausschließlich bei zu früh geborenen Kindern auftritt. Diese Erkrankung der Netzhaut kann unbehandelt zu schwerwiegenden Sehstörungen bis hin zur Erblindung führen. Als spezialisierte Augenarztpraxis möchten wir Ihnen umfassende Informationen über diese wichtige Erkrankung bereitstellen, die für Eltern frühgeborener Kinder von besonderer Bedeutung ist.
Bei einer Glaskörperblutung dringt Blut aus verletzten Blutgefäßen in den Glaskörperraum des Auges ein. Der Glaskörper ist jene durchsichtige, gelartige Substanz, die etwa zwei Drittel des Augeninneren ausfüllt und normalerweise glasklar sein sollte. Er besteht zu 98 Prozent aus Wasser sowie aus Hyaluronsäure und einem feinen Netz von Kollagenfasern, die ihm seine gelartige Konsistenz verleihen. Der Glaskörper liegt zwischen der Augenlinse im vorderen und der Netzhaut im hinteren Bereich des Auges und erfüllt wichtige Funktionen: Er stabilisiert die Form des Augapfels und hält die Netzhaut in ihrer Position.
Das Glaukom, im Volksmund auch Grüner Star genannt, ist eine der häufigsten Ursachen für Erblindung weltweit. In Deutschland sind etwa 980.000 Menschen über 40 Jahre von dieser tückischen Augenerkrankung betroffen – das entspricht 2,1% der Bevölkerung in dieser Altersgruppe. Besonders heimtückisch: Das Glaukom entwickelt sich meist unbemerkt und ohne Schmerzen, weshalb es oft erst spät erkannt wird.
Ein Hämatom, umgangssprachlich auch als Bluterguss oder "blauer Fleck" bezeichnet, ist eine Ansammlung von Blut außerhalb der Blutgefäße im Gewebe. Im Bereich der Augenheilkunde spielen Hämatome eine besondere Rolle, da sie sowohl die empfindliche Augenregion als auch die Sehfunktion beeinträchtigen können. Das Wort "Hämatom" stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus "haima" (Blut) und "oma" (Geschwulst) zusammen.
in Hordeolum, im Volksmund als Gerstenkorn bezeichnet, ist eine akute bakterielle Entzündung der Drüsen am Augenlid, die sich durch eine schmerzhafte, eitrige Schwellung bemerkbar macht. Der medizinische Fachbegriff leitet sich vom lateinischen Wort "hordeum" ab, was Gerste bedeutet. Diese Bezeichnung geht auf das typische Erscheinungsbild zurück, bei dem die eitergefüllte Schwellung an ein Gerstenkorn erinnert. Die historische Verwendung dieses Begriffs reicht bis ins Jahr 1540 zurück, als Erasmus Alberus in Frankfurt am Main erstmals diese charakteristische Augenliderkrankung so benannte.
Ein Hyposphagma ist eine harmlose Blutansammlung unter der Bindehaut des Auges, die meist ohne erkennbaren Grund oder durch alltägliche Belastungen wie Husten oder Niesen entsteht. Die leuchtend rote Verfärbung im Augenweiß sieht dramatisch aus, verursacht aber in der Regel weder Schmerzen noch Sehstörungen und heilt innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst ab.
Die Iridektomie ist ein bewährtes mikrochirurgisches Verfahren in der Augenheilkunde, bei dem ein kleiner Teil der Regenbogenhaut (Iris) entfernt wird, um den Kammerwasserabfluss zu verbessern und den Augeninnendruck zu senken. Dieser Eingriff wird hauptsächlich bei Engwinkelglaukom angewendet und kann das Fortschreiten des grünen Stars verhindern. Mit Erfolgsraten von 66-75% in frühen Krankheitsstadien gehört die Iridektomie zu den etablierten Behandlungsmethoden in der modernen Glaukomtherapie.
Eine Iritis ist eine schmerzhafte Entzündung der Regenbogenhaut (Iris) des Auges, die zu den häufigsten Formen der vorderen Augenentzündung gehört. Typische Symptome sind starke Augenschmerzen, Rötung, extreme Lichtempfindlichkeit und verschwommenes Sehen. Die Erkrankung tritt oft plötzlich auf und kann unbehandelt zu schwerwiegenden Komplikationen bis hin zum Sehverlust führen. Eine sofortige augenärztliche Behandlung ist entscheidend - meist mit entzündungshemmenden Augentropfen und pupillenerweiternden Medikamenten.
Die intravitreale operative Medikamenteneingabe, kurz IVOM genannt, hat die Behandlung von Netzhauterkrankungen revolutioniert. Diese minimalinvasive Therapieform ermöglicht es, Medikamente präzise in den Glaskörper des Auges einzubringen und damit schwerwiegende Augenerkrankungen wirksam zu behandeln. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über das Verfahren, die Anwendungsgebiete, den Behandlungsablauf und die zu erwartenden Ergebnisse.
Der Kammerwinkel ist eine anatomische Struktur in der vorderen Augenkammer, wo Hornhaut und Regenbogenhaut aufeinandertreffen. Er spielt eine zentrale Rolle beim Abfluss des Kammerwassers und reguliert damit den Augeninnendruck. Störungen im Kammerwinkel können zu einem Glaukom führen, einer der häufigsten Ursachen für Erblindung.
Die Keratokonjunktivitis epidemica (KCE), umgangssprachlich "Augengrippe" genannt, ist eine hochansteckende Augeninfektion durch Adenoviren. Die Krankheit betrifft sowohl die Bindehaut als auch die Hornhaut und ist in Deutschland meldepflichtig. Typische Symptome sind starke Rötung, Tränenfluss, Fremdkörpergefühl und Lichtscheu. Eine ursächliche Behandlung existiert nicht - die Therapie erfolgt rein symptomatisch. Die Ansteckungsgefahr besteht bis zu zwei Wochen, weshalb strikte Hygienemaßnahmen essentiell sind.
Die Laserkoagulation ist ein bewährtes, ambulantes Verfahren zur Behandlung verschiedener Netzhauterkrankungen. Bei diesem minimal-invasiven Eingriff werden durch gezielte Laserstrahlung kleine Bereiche der Netzhaut thermisch behandelt, um Gefäße zu veröden, Netzhautlöcher zu verschließen oder Flüssigkeitsansammlungen zu reduzieren.
Unter dem Begriff Makulopathie oder Makuladegeneration wird eine Gruppe von Erkrankungen der Netzhaut des Auges zusammengefasst, die die Macula lutea („Gelber Fleck") betreffen. Die Makula ist ein etwa 5mm großer Bereich im Zentrum der Netzhaut und enthält die höchste Konzentration von Sehzellen.
Neovaskularisationen sind krankhafte Neubildungen von Blutgefäßen im Auge, die das Sehvermögen bedrohen können. Die häufigsten Formen entstehen durch Sauerstoffmangel in der Netzhaut bei Diabetes, altersbedingter Makuladegeneration oder starker Kurzsichtigkeit. Moderne Anti-VEGF-Therapien können das Gefäßwachstum stoppen und die Sehkraft erhalten. Früherkennung ist entscheidend - unbehandelt können Neovaskularisationen zur Erblindung führen.
Die Optische Kohärenztomographie (OCT) ist ein revolutionäres, schmerzfreies Bildgebungsverfahren in der Augenheilkunde, das Netzhautstrukturen in mikroskopischer Auflösung darstellt und Veränderungen erkennt, noch bevor Sehbeeinträchtigungen auftreten. Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden, erfolgt kontaktlos und ermöglicht eine präzise Diagnose von Netzhauterkrankungen, Glaukom und anderen Augenleiden.
Die Presbyopie oder Alterssichtigkeit ist eine natürliche Altersveränderung des Auges, die meist ab dem 40. bis 45. Lebensjahr auftritt. Über eine Milliarde Menschen weltweit sind von Alterssichtigkeit betroffen, Tendenz steigend aufgrund der demografischen Entwicklung. Die Behandlung erfolgt hauptsächlich durch Sehhilfen wie Lesebrillen, Gleitsichtbrillen oder multifokale Kontaktlinsen. Moderne Operationsmethoden mit Multifokallinsen bieten eine dauerhafte Lösung für Patienten, die Brillenfreiheit anstreben.
Die Retina, auch Netzhaut genannt, ist eine der faszinierendsten Strukturen des menschlichen Körpers. Diese nur wenige Zehntel Millimeter dünne Gewebeschicht kleidet das Innere des Auges aus und fungiert als hochpräziser Lichtsensor. Die Retina wandelt einfallende Lichtstrahlen in elektrische Nervenimpulse um, die über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet werden.
Strabismus (Schielen) ist eine Fehlstellung der Augen, bei der beide Augen nicht gleichzeitig in dieselbe Richtung blicken können. Etwa 3-4% aller Kinder sind betroffen, und unbehandelt kann Strabismus zu dauerhaften Sehstörungen führen. Die Früherkennung ist entscheidend, da die optimale Behandlungszeit vor dem 6. Lebensjahr liegt. Bei rechtzeitiger Intervention liegt die Erfolgsrate der modernen Behandlung bei 80-90%. Die Therapie umfasst verschiedene Optionen von der Brillenkorrektur über Abklebetherapie bis zur Operation. Strabismus ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern beeinträchtigt das Tiefensehen und die Lebensqualität erheblich.
Trichiasis ist eine Augenerkrankung, bei der Wimpern fehlerhaft nach innen in Richtung des Augapfels wachsen und dabei an der Hornhaut oder Bindehaut reiben. Die nach innen gerichteten Wimpern verursachen Augenreizungen, Fremdkörpergefühl und können unbehandelt zu Hornhautschäden führen. Die Behandlung reicht von der einfachen Entfernung mit der Pinzette bis hin zu dauerhaften Verfahren wie Elektrolyse oder Kryochirurgie. Eine frühzeitige Behandlung verhindert langfristige Schäden am Auge.
Uveitis bezeichnet eine Gruppe entzündlicher Augenerkrankungen, bei denen die mittlere Augenhaut (Uvea) betroffen ist. Die Uvea ist die gefäßreiche Schicht des Auges, die aus drei anatomischen Strukturen besteht. Bei einer Uveitis kommt es zur Extravasation von mononukleären Zellen und Proteinen in die Strukturen der Uvea, die Vorderkammer und den Glaskörper. Dies führt zu einer intraokularen Entzündung, die verschiedene Bereiche des Auges betreffen kann.
Bei der Gesichtsrose (Zoster ophthalmicus) handelt es sich um eine Form der Gürtelrose (Zoster), bei der es zur Reaktivierung des Windpocken-Virus (Varizella-Zoster-Virus, VZV) im Bereich des Gesichtsnervs Trigeminus mit bläschenartigem Ausschlag kommt. Diese Sonderform der Gürtelrose ist besonders gefürchtet, da sie zu schwerwiegenden Augenkomplikationen bis hin zur Erblindung führen kann.